PUR  ELASTOMERE Vulkollan® , Polyurethan, Adiprene® ,  


 
 
Polyurethan-Elastomere unter den Bezeichnungen POLYURETHAN D 44 und VULKOLLAN®   D 15 sind Werkstoffe, die im Polyadditionsverfahren aus Polydiolen und Diisocyanaten nach der Gießmethode hergestellt werden. Die diesen Stoffen zugrunde liegende Elastizität beruht auf dem für kautschukelastische Stoffe typischen räumlichen Netzwerk.

Der Aufbau von PUR-Elastomeren ist als eine Kombination von Weich- und Hartsegmenten zu betrachten wobei Polydiol das Weich- und dementsprechend Diisocyanat das Hartsegment bildet. Durch Änderung des Mengenverhältnisses der beiden Grundkomponenten ist somit auf einfache Weise eine große Variationsbreite hinsichtlich der Materialhärte zu erzielen.
Neben diesen Typen sind weitere Sondereinstellungen auf Wunsch hin möglich. Dies gilt insbesondere für die nicht aufgeführten Härteeinstellungen zwischen 65 und 95o Shore A. Darüber hinaus können gewisse Eigenschaften durch Einarbeitung entsprechender Zusätze weiter verbessert werden, z.B. Hydrolysestabilität, Oberflächenwiderstand oder Gleitverhalten.

Wegen der guten mechanischen Eigenschaften werden die PUR-Elastomere vor allem dort verwendet, wo die Beanspruchung für die bekannten Natur- und Synthese Kautschuke zu groß wäre. Anderseits bietet PUR ein elastisches Verhalten, das bei keinem thermoplastischen Kunststoff zu finden ist.
 

  • sehr hohe mechanische Festigkeit
  • extrem verschleißfest
  • sehr hohe Schlagzähigkeit
  • gute Dämpfungswerte
  • hohe Weiterreißfestigkeit
  • sehr gute Witterungsbeständigkeit
  • beständig gegen Öle und Fette


 

VULKOLLAN®  
 

VULKOLLAN®   ist chemisch gesehen auf Polyesterbasis und 1,5 Naphtylendiisocyanat aufgebaut.
Im Vergleich zu den übrigen PUR-Elastomeren besitzt VULKOLLAN®   eine erhöhte Wärmebeständigkeit, kurzzeitige Temperaturbelastungen bis 120C  sind möglich. Die Dauerbelastung des Werkstoffes sollte jedoch 100o C nicht übersteigen.

Ein weiterer Vorzug von VULKOLLAN®   ist im Vergleich zu anderen PUR-Elastomeren gleicher Shore-Härte ein höhere E-Modul und damit eine erhöhte Tragfähigkeit bei geringer bleibender Verformung. Diese Eigenschaften sprechen für einen vermehrten Einsatz von Vulkollan®   bei hochbeanspruchten Rädern und Rollen, Schwingungsdämpfern und Puffern.

Aufgrund der Hydrolyseanfälligkeit des Werkstoffes empfehlen wir, denselben nur mit Hydrolyseschutzmittel einzusetzen. Auch ist VULKOLLAN®   nicht lichtstabil, d.h. der Werkstoff kann sich innerhalb weniger Monate von fast weiß bis hin schwarz verfärben. Diese Verfärbung hat jedoch keinen negativen Einfluß auf die mechanischen Eigenschaften.
 

Technische Daten von Vulkollan®   Typen:

Eigenschaft

Property

Prüfvorschrift

Test specification

Maßeinheit

Units

18

21

25

27

30

40

Shore Härte A/D

Shore hardness A/D

DIN 53505

82/29

88/36

93/37

93/38

94/42

95/50

Spannung bei 100% Dehnung

Stress at 100% strain

DIN 53504 MPa

4,5

6.2

8.6

9.4

11,0

14,3

Spannung bei 300% Dehnung

Stress at 300% strain

DIN 53504 MPa

8.4

15,0

18,8

20,1

21,6

25.0

Reißfestigkeit

Tensile strength

DIN 53504 MPa

50,7

58.5

54.0

51.2

46,1

38,0

Reißdehnung

Elongation at break

DIN 53504 %

618

613

609

601

574

435

Weiterreißwiderstand (Graves)

Tear propagtion resistance

DIN 53515 kN/m

25,8

35.7

49.0

55.2

63,2

84.0

Rückprallelastizität

Rebound resilience

DIN 53512 %

60

59

59

59

58

45

Abrieb

Abrasion resistance

DIN 53516 mm3

41

39

39

35

33

30

Druckverformungsrest

Compression set

70h / 23o C

24h / 70o C

DIN 53517 %

 

 

7,.3

14,6

 

 

7.7

16,6

 

 

9,8

18,4

 

 

10.5

18.9

 

 

11,2

19.4

 

 

17.0

22.0

Zu berücksichtigen ist, daß diese Daten an Prüfkörpern ermittelt wurden, die unter optimalen Laborbedingungen gefertigt wurden.    

Je nach Hersteller, können geringfügig abweichende Werte auftreten. 
 



 
 

POLYURETHAN

Chemisch gesehen basiert dieser Werkstoff auf Polyester und Diphenylmethan 4,4 Diisocyanat (MDI). POLYURETHAN wird von uns am häufigsten eingesetzt, da der Werkstoff gute Durchschnittswerte bei fast allen wichtigen mechanischen Belastungen zeigt. Hervorzuheben sind hier die hohe Bruchdehnung, das sehr günstige Abriebverhalten und die große Zugfestigkeit.

POLYURETHAN sollte nicht über 80o C Dauertemperatur eingesetzt werden. Kurzzeitige Belastungen bis 100o C sind jedoch möglich.

Bedingt durch die sehr guten Abriebwerte wir Polyurethan verstärkt für die Herstellung von Artikeln wie Schürfleisten für Schneepflüge, Abstreifer aller Art, Auskleidungen für Rutschen und Schurren sowie Bandagen für Walzen  und Räder mit besonders hoher Verschleißbelastung verwendet. Auch in Verbindung mit Nässe hat sich der Einsatz von POLYURETHAN bewährt, z.B. als Fender, Stoßecke oder Profil im Schiffsbau. Weitere Einsatzmöglichkeiten bestehen für Formteile mit hoher Anforderung an die elastischen Werte, z.B. Membrane im Pumpenbereich, Kupplungselemente zur elastischen Übermittlung von Drehmomenten u.v.m. Selbstverständlich werden viele Standartartikel wie Buchsen, Ringe Düsen, Manschetten, Seillauffutter etc. aus POLYURETHAN hergestellt.


   

Einsatzmöglichkeiten: Walzenabstreifer, Schneepflugschürfleisten, Abstreifer, Verschleißteile, Laufrollenbeläge, Anschlagpuffer, Kupplungspakete, Kettenräder, Stanzunterlagen, Verschleißteile für die Betonindustrie (Mischerschaufeln-Auskleidungen, Einlagen für Fahrmischer, Siebe...) Pumpenteile, Walzenbeläge, Schwerlastrollen und Räder, Dichtungen, Schläuche usw.      

 

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